Was ist ein Motorsegler

Wie der Name schon sagt, ist ein Motorsegler eine Mischung aus Motor- und Segelflugzeug.

 

Es handelt sich um ein Flugzeug, das sowohl motorisiert als Reiseflugzeug genutzt werden kann als auch mit stehendem Triebwerk passable Gleiteigenschaften für den Segelflug besitzt. Natürlich gibt es Flugzeuge, die mehr in die eine oder in die andere Richtung tendieren. So zum Beispiel Segelflugzeuge mit Klapptriebwerk, die hauptsächlich zum Segelflug genutzt werden und auch nicht immer aus eigener Kraft starten können. Der Motor dieser Flugzeuge wird in der Regel nur dann genutzt (ausgefahren), wenn die Aufwinde zu schwach geworden sind, um nach einem langen Streckenflug nach Hause zu kommen. Ein Beispiel für ein solches nicht eigenstartfähiges Segelflugzeug mit Hilfsantrieb ist die vereinseigene DG1000T. Diese Motorsegler können nach einer kurzen Einweisung mit einer Segelfluglizenz geflogen werden.

 

Auf der anderen Seite bietet der LSC Wuppertal seinen Mitgliedern auch zwei sogenannte Reisemotorsegler (FALKE  UND SUPER DIMONA). Hierbei handelt es sich um zweisitzige Flugzeuge, die ein fest eingebautes Triebwerk besitzen, aus eigener Kraft starten können und teilweise mit Motorflugzeugen vergleichbare Flugleistungen besitzen. Diese Reisemotorsegler können zwar auch bei stehendem Triebwerk noch passabel gleiten, die Leistungen sind allerdings nicht mit denen eines Segelflugzeuges zu vergleichen. In der Ausbildung gibt es zwei Möglichkeiten, die Lizenz für einen solchen Reisemotorsegler zu bekommen. Der Fußgänger durchläuft eine Motorflugausbildung mit dem Ziel, eine Privatpilotenlizenz PPL (JAR/FCL) mit der Klassenberechtigung für Reisemotorsegler zu erlangen. Die zweite Ausbildungsmöglichkeit bietet sich Segelfluglizenz-Inhabern. In diesem Fall werden viele Teile der Ausbildung verkürzt.

Zuletzt aktualisiert am 2010-11-13 von Thomas Gerlach.

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